|
Von Barock
über |
«Der
Zürcher
Oberländer» / «Anzeiger von Uster» 11.6.2007 |
Das Dübendorfer Kammerorchester bot unter der Leitung von Arthur Heinz' Lilienthal am Samstagabend in der Kirche Wil mit seinem Sommerkonzert ein vielfältiges Programm dar. |
Nach der Pause folgte das «Piece de resistance» des Sommerkonzertes, nämlich das Konzert in F-Dur für Horn und kleines Orchester von Luigi Cherubini (1760 bis 1842). Dieses könnte man schon fast der Romantik zuschreiben, denn die schwelgerischen Melodien des Solo-Instrumentes mit den gefühlvoll gespielten Ritardandi liessen sommerliche Gefühle aufkommen. Dieses für das Horn sicher nicht einfach zu spielende und relativ selten zu hörende Werk gefiel dem Publikum so gut, dass Solist Martin Ackermann nicht darum herumkam, nochmals einen Teil des letzten Satzes, der Polonaise, als Zugabe zu spielen. So konnte man sich auch nochmals an der subtilen und einfühlsamen Begleitung durch das Kammerorchester erfreuen. Geigen und Celli im «Gespräch» Ebenfalls als eine Perle im Programm erwies sich die zu Schluss gespielte Sinfoniea in g-Moll op. 121 für Streichorchester des Winterthurers Willy Hess (1906 bis 1997). Der Komponist spielte während dreissig Jahren im Stadtorchester Winterthur als Fagottist und ist in der Fachwelt als Beethoven-Forscher mit seinen 14 veröffentlichten Bänden bekannt geworden. Mit hörbar gesteigerter Spielfreude brachte das Kammerorchester dieses viersätzige und schwierig zu spielende Werk zu einer genussvollen Wiedergabe. Sowohl die präzis gezupften Pizzicati wie auch die witzige «Zwiesprache» zwischen den Geigen und den Celli im dritten Satz, dem Scherzo, erfreuten die Zuhörer. Die Zuhörer verdankten die Komposition mit den fast volkstümlich anmutenden, tänzerischen Melodien im Finale mit einem kräftigen Applaus. Damit zeigten sie auch, dass die am Ende des Konzertes verteilten Blumen absolut verdient war |
|
Heinrich
Sigrist Sommerliche Gefühle Auch im zweiten Stück, der Sonata a quattro in C für Streichorchester von Georg Philipp Telemann (1760 bis 1842) - sie wurde von Dirigent Lilienthal für das Streichorchester bearbeitet -, gab es schöne Momente. So zum Beispiel das kraftvolle Tutti im Allegro, in welchem die tieferen Streichinstrumente, Bratschen, Celli und Kontrabass, wunderschön zur Geltung kamen. |